Stadtjugendring Potsdam

Fragen zur OB Wahl

1.Thema Jugend im öffentlichen Raum

Es fehlt jungen Menschen und Fachkräften in Potsdam an sicheren und öffentlichen Treffpunkten ohne Konsumzwang. Orte, an denen sie sich willkommen fühlen, ihre Freizeit selbstbestimmt gestalten und ihre Interessen sichtbar leben können.

  • Wie werden Sie als OB konkret dafür sorgen, dass in Potsdam mehr dieser für die Jugendlichen attraktiven und gut erreichbaren Freiräume entstehen – und zwar dauerhaft?
  • Viele Jugendliche wünschen sich, dass der Jugendclub Ribbeckeck in Bornstedt endlich saniert wird – und zwar so, wie sich dies die Kinder und Jugendlichen schon 2022 in einem Beteiligungsverfahren gewünscht haben. Wann setzen Sie als OB die Sanierung um?
  • Viele Jugendliche wünschen sich seit Langem ein Ende der nächtlichen Schließzeiten im Babelsberger Park. Werden Sie sich als OB konkret für die Öffnung des Parks und gegen die derzeitigen Zugangsbeschränkungen einsetzen?

2. Thema Finanzierung der Kinder- und Jugendarbeit, Bürger- und Nachbarschaftshäuser, Kultureinrichtungen und sozialer Einrichtungen in Potsdam

Zentrale soziale und kulturelle Bereiche waren 2024/2025 durch die sogenannte ‚Potenzialliste‘ und damit verbundene Kürzungspläne stark bedroht. Das Bündnis “potenzialFUERpotsdam” musste gegründet werden, um massive Kürzungen zu verhindern und die sowieso nur ansatzweise ausreichende Grundsicherung dieser Einrichtungen zu sichern.

  • Wie werden Sie konkret dafür sorgen, dass diese Kürzungen dauerhaft vom Tisch sind – oder müssen die Träger mit ihnen als OB ab 2026 erneut um ihre Existenz bangen?

3. Thema Schule und Bildung

Die Koordination der Schulen liegt in der Verantwortung des Landes Brandenburg. Doch auch, wenn ein*e OB keine direkten Befugnisse hat, gibt es strategische Möglichkeiten sich für bessere Verhältnisse in Potsdamer Schulen einzusetzen und bspw. gegen die geplanten Streichungen von Lehrkräften in den kommenden Schuljahren vorzugehen.

  • Planen Sie das Thema Bildung zur Chef*innen Sache zu machen und Potsdamer Schulen zu modernen und inklusiven Lebensorten zu machen? Wenn ja, wie werden sie vorgehen?

4. Schulsozialarbeit (Frage vom Kreischüler*innenrat Potsdam)

Die Sozialarbeit an Schulen wurde in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut, ist aber durch Einzelfallhilfen stark überlastet. Eigentlich vorgesehene Gruppenangebote für das Soziale Lernen sind so kaum umsetzbar.

  • Wie werden Sie die Schulsozialarbeit in Potsdam stärken und Projekte zur Förderung des Gemeinschaftsgefühls an Schulen unterstützen?

5. Thema Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

Insbesondere Schüler*innen, Auszubildende und Studierende sind auf einen bezahlbaren und verlässlichen öffentlichen Nahverkehr angewiesen, um selbstständig am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. In Berlin fahren Schüler*innen bereits kostenfrei mit Bus und Bahn.

  • Wie werden Sie als OB dafür sorgen, dass junge Menschen in Potsdam langfristig Zugang zu einem möglichst kostenfreien, verlässlichen ÖPNV erhalten? Werden Sie sich für ein vergleichbares Modell wie in Berlin einsetzen?

6. Thema Bezahlbarer Wohnraum

Bezahlbarer Wohnraum ist in Potsdam kaum noch zu finden – besonders für Studierende, Auszubildende und Berufseinsteiger*innen. Die Mieten steigen, während das Angebot an kleinen und günstigen Wohnungen stagniert oder verschwindet. „Wohnen ist so existenziell wie Essen, Trinken, soziale Kontakte oder Bildung. […] Laut einer Bürgerumfrage von 2023 zählen hohe Mieten und der Mangel an bezahlbaren Wohnungen zu den drängendsten Problemen […]“, heißt es in EINSVIER – Wohnen und Leben in Potsdam, dem Magazin der ProPotsdam (Ausgabe 01/2025, S. 8).

  • Was werden Sie konkret tun, um mehr bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen in Potsdam zu schaffen? Und wie wollen Sie sicherstellen, dass neue Wohnprojekte auch tatsächlich sozial, bedarfsgerecht und dauerhaft bezahlbar umgesetzt werden?

7. Psychische Gesundheit

Psychische Belastungen haben für junge Menschen im Vergleich zum Zeitraum vor der Corona-Epidemie deutlich zugenommen. Zum Beispiel denken 58% der Jugendlichen regelmäßig über Stress, Erschöpfung oder Überforderung nach (Shell-Jugendstudie 2024).

8. Rassismus und Diskriminierung

Rechtsextreme Ideologien und diskriminierende Einstellungen erreichen Jugendliche zunehmend über Social Media, aber auch direkt im schulischen und öffentlichen Umfeld. Vorfälle wie Hakenkreuz-Schmierereien, rassistische und antisemitische Beleidigungen oder neonazistische Propaganda vor Schulen häufen sich auch in Potsdam. Diese Entwicklungen verunsichern viele junge Menschen, Lehrkräfte und Familien.

  • Wie werden Sie sich als OB konkret gegen Rassismus, Diskriminierung und rechte Übergriffe in Potsdam einsetzen – insbesondere dort, wo junge Menschen betroffen sind? Welche Maßnahmen planen Sie, um Schutzräume, politische Bildung und sichere Freizeitorte zu stärken?

Die Sicherung von öffentlichen Orten, soweit in der Verantwortung der Stadt, wird so organisiert, dass Aggressoren keine Chance haben.

  • Wie werden Sie als OB mit der AfD umgehen, z.B. in der Stadtverordnetenversammlung, anderen Gremien und auf Wahlveranstaltungen?

9. Das wollen Sie verändern

Ihr Vorgänger wurde für die Art kritisiert, wie er die Verwaltung und die Stadt geführt hat.

  • Was werden Sie anders machen?
  • Warum sollten junge Menschen Sie wählen?

10. Abschluss / Zusatzfrage für extra Sternchen

Um den Potsdamer Kindern und Jugendlichen einen besseren Eindruck von Ihnen zu vermitteln:

  • Wie waren Sie als Jugendliche*r?
  • Welche Erfahrung, Begebenheit oder Situation hat Sie besonders geprägt?

Die Fragen stellte:

Stadtjugendring Potsdam e.V.
Schulstraße 9
14482 Potsdam

Homepage: https://dein-erstes-mal-waehlen.de/ob-wahl-potsdam-2025/ 

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