Fragen zur OB Wahl
1. Eisenbahnverkehr
Seit Jahren weigert sich die Deutsche Bahn, Potsdam als Großstadt regelmäßig zumindest im 2 Stundentakt mit IC- Zügen in Richtung des Taktknotens Hannover zu bedienen.
Frage: Setzen Sie sich, nötigenfalls mit Unterstützung von Bundespolitikern für den regelmäßigen Halt ein.
Antwort: Verdammt noch mal, ja!
In meinem 100 Tage Programm ist das bereits festgeschrieben und Teil meines Verkehrskonzeptes.
Vor Jahren wurden die Bahnhöfe Grube und Satzkorn stillgelegt. Laut Gutachten des VBB besteht für den Bahnhof Satzkorn das Potential zur Wiedereröffnung.
Frage: Werden Sie sich für die schnelle Wiederinbetriebnahme und eine sinnvolle Einbindung in das ÖPNV-Netz der Stadt einsetzen?
Antwort: Ja! Für die Übergangszeit setze ich Verkehrskatapulte ein.
Der Bahnhof Marquardt wurde in den letzten Jahren zur Mobilitätsdrehscheibe umgebaut. Mangel ist jedoch die fehlenden Behindertenfreundlichkeit.
Frage: Werden Sie sich bei der DB und dem Land Brandenburg für die Schaffung der Behindertenfreundlichkeit einsetzen?
Antwort: Also ganz im Ernst: Ich bin zu Behinderten nicht freundlich, ich sehe behinderte Menschen als vollwertigen Teil der Gesellschaft und zudem Leistungsträger mit gleichen Rechten und Pflichten an!
Im Zusammenhang mit Barrierefreiheit und Teilhabe sollten Sie meinen Namen kennen!
Aber zu Ihrer Frage: Ja, aus innerer Überzeugung.
2. Ausbau des ÖPNV – Netz:
In der Stadt Potsdam gibt es begonnene bzw. geplante Projekte zum Ausbau des ÖPNV-Netz und der Leistungsfähigkeitserhöhung. Diese Maßnahmen sind gerade vor dem Hintergrund der wachsenden Stadt aus verschiedenen Gründen ins Stocken geraten.
Frage: Werden Sie sich für eine schnellere Realisierung, u.a. durch eine bessere Finanzierung, der Projekte wie der Tram-Verlängerung nach Krampnitz sowie dem Umbau der Ebert-Straße und der Mann-Allee einsetzen.
Antwort: Ja *).
3. Betrieb des ÖPNV-NETZ
In den letzten Jahren ist die Nutzung des Nahverkehrs erfreulich angestiegen. Leider ist es durch verschiedene Rahmenbedingungen zu einer Unterfinanzierung der ViP gekommen. Neben der Finanzierung durch Bund und Land, sehen wir hier Einflüsse durch das Deutschland-Ticket und die Querfinanzierung innerhalb der Stadtwerke (Wärmewende).
Frage: Werden Sie sich für eine bessere Finanzierung der ViP einsetzen, um so weitere Reduzierungen des Angebotes auszuschließen, notwendige Investitionen realisieren zu können (Fahrzeugbeschaffung, ViP als attraktiver Arbeitgeber)?
Antwort: Ja *).
In Potsdam wird der ÖPNV – vor allem die Straßenbahn – häufig durch die Ampelschaltung ausgebremst. Stopps an 3 oder 4 Ampeln hintereinander (Z.B. Am Kanal/Berliner Str.) sind keine Ausnahme. Das Ausbremsen gut besetzter ÖPNV-Fahrzeuge zugunsten des MIV konterkariert die Verkehrswende.
Frage: Werden Sie sich für eine ÖPNV- und fußgängerfreundliche Ampelregelung einsetzen?
Antwort: Ja und ich schließe Radfahrende mit ein.
*) Der Haushalt und damit die Verwendung kommunaler Finanzmittel obliegen der Hoheit der Stadtverordnetenversammlung.
Ich kann und werde für Ihre Ideen/Vorschläge werben, eine Mehrheit vermag ich Ihnen nicht zu beschaffen.
Obacht bei der nächsten Kommunalwahl!
Die Fragen stellte:
DBV-Regionalverband Potsdam-Mittelmark
Regionalverband des
Deutschen Bahnkunden-Verbandes e. V.